Urologie – ableitende Inkontinenzprodukte

Einführung mit Zahlen und Fakten!

In Deutschland erhalten ca. 12 % aller Krankenhauspatienten einen transurethralen Katheter. Und über 90% aller Intensivpatienten werden katheterisiert!

 

Grund:  

  • Krankheitsbedingte vorübergehende Urininkontinenz
  • Exakte und engmaschige Überwachung der Urinausscheidung um den Flüssigkeitshaushalt zu steigern
  • Harngewinnung für Untersuchungen
  • Zur Diagnostik oder Behandlung

 

Obwohl die transurethrale Harnableitung eine höhere Infektionsrate als die suprapubische Variante hat wird diese trotzdem 8-10 mal häufiger angewendet.

ASID BONZ verfügt sowohl über transurethrale als auch suprapubische Katheter-Systeme

Unsere verschiedene Kathetertypen sind Anwendungs- und Patientenorientiert und daher vielfältig.

 

Die Auswahl selbst richtet sich nach:

  • Dem Mobilitätsgrad der Betroffenen bzw. Einsatz im Homecare oder Krankenhausbetrieb, unter dem Aspekt ob der Urin direkt in die Toilette abgeleitet wird oder in einem Beutel abgeleitet wird. Die Handhabung ist in beiden Fällen so einfach wie möglich zu halten
  • Nach der Dauer des Einsatzes bzw. wie lange katheterisiert wird
  • Nach dem Geschlecht, für Männer mit schwieriger Harnröhrenpassage können Katheter mit spezieller Tiemann-Spitze verwendet werden
  • Ob Latexallergie oder Verdacht auf Unverträglichkeit vorliegt

Medizinische Bedeutung und Aspekte der ableitenden Inkontinenzversorgung

Bereits nach dem 2. Tag und generell nach 30 Tagen ist bei transurethral katheterisierten Patienten eine tägliche Ausscheidung von Bakterien im Harn nachzuweisen.

 

Harnwegsinfektionen zählen mit nahezu 40% zu den häufigsten nosokomialen Infektionen (Krankenhausinfektion). Etwa 90% aller Harnwegsinfektionen werden durch Urindrainage verursacht.

                                               

Folge:           

  • Gesundheitsrisiken
  • Wirtschaftliche Probleme

 

Die instrumentelle Harnableitung, so wie wir sie zur Verfügung stellen, stellt generell einen invasiven Eingriff dar, der mit einer Reihe von Komplikationen verbunden sein kann.

Ursachen für Infektionen und Risikofaktoren sind:


  a. Mangelnde Erfahrung der Katheterisierenden        
  b. Unsystematische Arbeitsabläufe       
  c.  Nichteinhaltung aseptischer Normen        
  d.  Mangelhafte Materialien        
  e.  Dauer der Katheterisierung usw.

 

Zur Vermeidung gibt es Empfehlungen z.B. des RKI oder von anderen Einrichtungen und die Hygienevorschriften der einzelnen Häuser. Aus diesem Grund gilt es für uns Produkte zur Verfügung zu stellen, die das Infektionsrisiko effektiv verringern.

Wechselintervalle/Verweildauer

Als Hersteller geben wir zu unseren Produkten Informationen zur Verweildauer vor, jedoch ist diese nur als Empfehlung zu verstehen.

 

Blasenverweilkatheter sollten nicht routinemäßig in festen Intervallen gewechselt werden, sondern bei Bedarf nach individuellen Gesichtspunkten z.B. Inkrustation, Obstruktion, Verschmutzung.

 

Generell müssen immer die individuellen Bedürfnisse des Patienten, dessen Umgebung und Krankheitsbild für Entscheidungen herangezogen werden. Bezüglich der Tragedauer und der Wechselintervalle ist deshalb vor allem das Pflegepersonal bzw. der Arzt zu befragen.




Literatur / Quellen:
*RKI, Bundesgesundheitsbl-Gesundheitsforsch-Gesundheitsschutz 10.99 Empfehlungen zur Prävention
  und Kontrolle Katheter-assoziierter Harnwegsinfektionen
*BVMed Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed), Ableitende Inkontinenzversorgung im
  ambulanten Bereich
*ASID BONZ GmbH
*BRAUN Sharing Expertise, Fachwissen Inkontinenz